Wo ist das Problem?

Problem: Medikamente, Nitrat, Mikroplastik etc.

Aktuell in den Medien sehr präsent ist die Belastung des Wassers durch Medikamente, Nitrat und Mikroplastik. Welche Herausforderungen gab es bis heute, gibt es aktuell und wird es zukünftig geben, wenn es darum geht, für sauberes Wasser zu sorgen?

Bisher waren es hauptsächlich noch nicht ausreichende analytische Methoden, die uns wenig bis gar nichts über die tatsächlichen Belastungsgrade sagten. Mit dem Ausbau der kommunalen Kläranlagen auf drei Stufen (mechanisch, biologisch und chemisch), dachte man, dass man den Schadstoffen Herr werden könnte. Doch wie sich heute zeigt, gibt es viel mehr Faktoren, die zu beachten sind. Die verbesserte Analytik beweist es. Es sind nicht nur die vermeidlich hohen Konzentrationen (z. B. Phosphate), die in der Kläranlage entfernt werden müssen, um die Eutrophierung (Umkippen der Gewässer) einzudämmen, sondern die Spurenstoffe, die Kleinstmengen, die uns mehr und mehr Probleme bereiten, weil sie oftmals giftiger und gefährlicher sind.

Aktuell sieht es so aus, dass in den meisten Industrieländern kaum Wasserknappheit besteht, die Hygienebedingungen hervorragend sind und die Industrien im Bereich der Wassereinsparung und Wasserreinigung das machen, was der Staat ihnen auferlegt. Eine Selbstverpflichtung, die Umwelt zu schützen, gibt es kaum und es sieht auch nicht so aus, als ob der Staat an dieser Schraube in den nächsten zehn Jahren drehen wird. Es sei denn, die Belastungen nehmen weiter so zu, dass die Auswirkungen auf das Ökosystem den Menschen erreichen. In den Entwicklungsländern dieser Welt sieht dies ganz anders aus, doch hier kommt immer wieder das „aber“ mit ins Spiel, welches ein Handeln so stark verlangsamt, dass die Menschen darunter leiden.

Warum nicht jetzt handeln?

Wir von Wasser 3.0 stellen uns immer die Frage, warum handeln wir nicht jetzt schon in allen Bereichen, für alle Menschen, wo wir die Auswirkungen in der Umwelt bei den Lebewesen sehen und erfassen. Seien es Fische, die Mikroplastik anstatt Nahrung fressen, sei es beobachtete Verweiblichung bei Seeadlern, sei es die Veränderung des Lebensraums. Wir haben eine Verantwortung und dieser sollten wir uns jeden Tag aufs Neue bewusst werden.

Bei Wasser 3.0 entwickeln wir ein Verfahren, das überall auf der Welt Anwendung finden soll und nach Adaption auf variable Problemfelder, also auch auf Medikamente, Nitrat und Mikroplastik, angewendet werden kann.

Nitrat

Informiert man sich über das Thema Nitrat, so erkennt man (ähnlich wie bei Phosphat), dass die Mengen an eingetragenem Nitrat in Gewässer über die Jahre stetig zugenommen haben. Bei Phosphat hat man gehandelt, bei Nitrat weniger.

Während ohne weitere Stickstoff-Zufuhr das natürliche Gleichgewicht und der Stickstoffkreislauf ein perfekt funktionierendes System darstellen, kommt es unweigerlich bei vermehrtem anthropogenem Eintrag von synthetischen Stickstoff-Verbindungen zu einer Verschiebung und nachhaltigen Störung der natürlichen Abläufe. Auf einer großen Skala gesehen, hat dies wiederrum Einfluss auf den Treibhauseffekt. Für uns interessant ist jedoch die Abschwemmung des Nitrats in Oberflächengewässer aufgrund von Regenereignissen. Befindet sich das Nitrat im Oberflächengewässer, braucht es Lösungen, um dieses an Ort und Stelle herauszufiltern. An der Entwicklung dieses Systems mit Recyclingmöglichkeiten für die Abfallstoffe arbeiten wir noch.

Mikroplastik

Bei dem Thema Mikroplastik haben wir innerhalb der F&E Arbeiten von Wasser 3.0 eine Lösung entwickelt, die bereits im Labormaßstab sowie semi-kontinuierlich sehr gut funktioniert und in einem neuen Verfahren schnell eine Lösung des Mikroplastik-Problems darstellen könnte, wenn die Geldgeber mitspielen.

Gerade beim Waschen von Kleidungsstücken aus künstlichen Materialien werden Fasern aus dem Gewebe gelöst und gelangen so über die Kläranlage in den Wasserkreislauf und kommen somit auch sehr schnell wieder bei uns an.

Wir von Wasser 3.0 arbeiten in unserem Verfahren nicht mit Standardfiltertechniken, da wir der Meinung sind, dass es nicht um Filtration, sondern um Eliminierung geht. Die Filtertechniken haben für die Kleinstbestandteile eindeutig bekannte limitierende Faktoren, sodass die Partikel passieren können.

Für uns zählt auch die ganzheitliche Lösung. Dies bedeutet konkret, dass wir, wenn wir unser Verfahren nun hoffentlich bald mit unseren Partnern umsetzen können, nicht nur die Mikroplastikpartikel eliminieren möchten, sondern uns in einer Kombination gleich mehreren Stressoren widmen. Der Ansatz ist ganz einfach: Mit guter Chemie und einem aussichtsreichen Verfahren kann in jedem Prozess, egal ob kommunale Kläranlage (vierte Reinigungsstufe) oder in einem industriellen Produktionsprozess, das Wasser gereinigt werden und zwar so, dass es beim Verlassen der Anlage das Ökosystem nicht stört. Aus diesem Grund beleuchten wir den Prozess der Reinigung von A bis Z. Ganzheitlichkeit und Weitblick in allen Bereichen macht Wasser 3.0 aus!