Entfernung von Mikroplastik

Entfernung von Mikroplastik

Inerte organisch-chemische Stressoren (IOCS) sind Verbindungen, die aufgrund langer Abbauzeiten sehr lange im Ökosystem verbleiben und dieses schädigen. Vertreter dieser Gruppe von Stressoren sind kleinste Kunststoffpartikel (< 5 mm), die unter dem Begriff Mikroplastik bekannt sind. Mikroplastikpartikel können über kommunale und industrielle Abwässer in die Umwelt gelangen.

Das Konzept zur Entfernung von IOCS besteht aus zwei Syntheseschritten. Die Synthese der Lokalisierungseinheit, dem bioinspirierten Teil des Gesamtmoleküls, bildet die Basis. Diese Einheit ist gekennzeichnet durch eine charakteristische Präorganisation und die Fähigkeit über eingebrachte funktionelle Gruppen Wechselwirkungen mit dem einzuschließenden Material eingehen zu können. Sie wird final im zweiten Schritt zur Einschlussverbindung durch die Zugabe einer Fixierungseinheit.

Um Mikroplastikpartikel nachhaltig entfernen zu können, wird das von Wasser 3.0 entwickelte Einschluss-Agglomerationsprinzip auf der Basis der Cloud Point Technology angewendet. Durch den Sol-Gel-Prozess wird ein Partikelwachstum induziert. Dadurch können die deutlich vergrößerten Agglomerate (s. Abbildung) vom aquatischen Medium kostengünstig und effizient abgetrennt werden.